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Mittelbayerische Zeitung: "Teurer Rotstift": Kommentar von Bernhard Fleischmann zu Toyota

Regensburg (ots) - Rotstift und Rendite - sie gehen mitunter eine unheilvolle Allianz ein. Die Trennlinie zwischen unnützen Kosten und Einbußen bei der Qualität ist schmal und scharf. Der jüngste Rückruf bei Toyota zeigt, dass die Japaner diese Grenze zur falschen Seite hin überschritten haben. Sie mussten vor geraumer Zeit einräumen, dass eine Zeit lang Wachstum Vorrang vor der Qualität hatte. In dieser Zeit wurden die nun betroffenen Autos gebaut. Allerdings heißt das keineswegs, dass Toyota besonders schlampig arbeitet. Auch andere Hersteller müssen besonders in den USA massenhaft Autos nachbessern, zuletzt vor allem General Motors, Hyundai-Kia, Fiat-Chrysler, Volkswagen und BMW. Die zunehmenden Rückrufe sollten eine Mahnung sein. Wer zuviel am Produkt spart, bezahlt das später teuer. Das dämmert auch VW-Chef Winterkorn. Er hat das Ziel gekippt, Toyota als weltweit größten Autobauer - nach Stückzahlen - zu überholen. Das sei nicht (so) wichtig. Entscheidend seien Rendite und (!) Qualität. Recht hat er. Ob er das auch so umsetzt, werden wir in ein paar Jahren wissen.

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