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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Wolfgang Ziegler zu Thailand

Regensburg (ots) - Selten war der Name einer politischen Bewegung unangebrachter: "Demokratisches Reformkomitee des Volkes" (PDRC) nennt sich die Partei des thailändischen Protestführers Suthep Thaugsuban, der die gewählte Regierung aus dem Amt und Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra am liebsten aus dem Land jagen will. Dabei bewegt er die Demonstranten mit demagogischer Rhetorik dazu, genau das Gegenteil von Demokratie zu fordern. Er will nichts anderes als die für den 2. Februar angesetzten Neuwahlen sabotieren und stattdessen ein demokratisch nicht legitimiertes Reformkomitee aus ungewählten Technokraten - seiner Gnaden - ins Amt hieven. Dieses Gremium soll für ein, zwei Jahre regieren und politische Reformen durchsetzen, um ihm letztlich den Weg ins höchste Staatsamt zu ebnen. Allem lauten Geschrei zum Trotz, hat Suthep Thaugsuban das Volk dabei aber keineswegs hinter sich. Vor allem der ärmere Norden und Nordosten des Landes steht nach wie vor hinter Regierungschefin Yingluck Shinawatra, die mit ihrer Politik gerade die Interessen der kleinen Leute vertritt. Und selbst in der Mega-Metropole Bangkok mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern hat der aktuell unter Mordanklage stehende PDRC-Chef keine Mehrheit - auch wenn die Fernsehbilder von der Protest-Lawine etwas anderes suggerieren. Die schweigende Masse zeigen sie nämlich nicht.

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