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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Wolfgang Ziegler zu Kuba/Neuwagen

Regensburg (ots) - Keine Sorge! Der "Wind of Change", der von Castros Machtzentrale seit ein paar Jahren über das Insel-Paradies weht, ist nur ein laues Lüftchen - und auch diesmal nicht mehr als ein warmes Abgas-Wölkchen. Besucher der "Perle der Karibik" werden deshalb noch lange in den Genuss des morbiden Charmes Havannas kommen, zu dem auch die vielen Straßenkreuzer gehören, die oftmals so alt sind wie der Fahrer, der sie lenkt. Denn die Erlaubnis, importierte Neuwagen zu erwerben, hat genauso viel bzw. genauso wenig Qualität wie die Reisefreiheit, mit der die cubanische Bevölkerung Anfang vergangenen Jahres beglückt wurde. Mit einem durchschnittlichen Monatsgehalt von umgerechnet 15 US-Dollar ist es weder möglich, sich einen Volkswagen vor die Haustüre zu stellen, noch ein Flugticket zu kaufen. Die breite Masse der Cubaner hat ganz andere Sorgen. Was sie morgen zu essen hat, zum Beispiel. Oder ob übermorgen die Wasserversorgung ganztägig gewährleistet ist. Daran sollte Castros Regierung arbeiten und nicht an Schaufenster-Bestimmungen.

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