Giordano Bruno Stiftung

Kritische Islamkonferenz in Köln
Internationale Tagung als Gegengewicht zu Schäubles "Islamkonferenz"

Köln (ots) - Am kommenden Wochenende findet in der Universität Köln die "1. Kritische Islamkonferenz" statt. Unter dem Motto "Aufklären statt verschleiern!" werden sich renommierte Referenten, darunter Migrantinnen wie Mina Ahadi oder Fatma Bläser, aber auch deutsche Publizisten wie Günter Wallraff, Hartmut Krauss und Ralph Giordano, kritisch mit dem Islam auseinandersetzen.

Die Tagung ist als Gegengewicht zu der von Bundesinnenminister Schäuble initiierten "Islamkonferenz" konzipiert. Schäubles "Islamkonferenz" habe sich leider zu einer "Islamisierungskonferenz" entwickelt, erklärt Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung (gbs), die gemeinsam mit dem Zentralrat der Ex-Muslime, der Redaktion Hintergrund, der Aktion 3. Welt Saar und dem Alibri Verlag die Kritische Islamkonferenz ausrichtet. Das sichtbarste Ergebnis der Schäubleschen Bemühungen sei, "dass es den konservativen Islamverbänden heute noch leichter fällt zu behaupten, im Namen aller in Deutschland lebenden Muslime zu sprechen, wenn sie die Werte des Korans über die Werte der demokratischen Grundordnung stellen."

Im Unterschied zum europäischen Christentum habe der Islam nicht durch die Schule der Aufklärung gehen müssen, meint Schmidt-Salomon. Hier gebe es einigen Nachholbedarf. Im Hinblick auf die deutsche Bevölkerung hofft der gbs-Sprecher, dass diese künftig klarer zwischen "aufklärerischer Islamkritik und dumpfer Fremdenfeindlichkeit" unterscheide: "Fremdenfeindlichkeit ist ein Grundübel, das wir bekämpfen müssen, doch sollte uns das nicht davon abhalten, menschenverachtende Ideen und Praktiken im Namen Allahs zu kritisieren! Aufklärerische Islamkritik beruht auf der Universalität der Menschenrechte, nicht auf Angst vor 'Überfremdung'! Dies werden die Referentinnen und Referenten der Kritischen Islamkonferenz, von denen viele selbst einen Migrationshintergrund haben, deutlich herausstellen."

Vom 31. Mai bis zum 1. Juni wird in Köln über Gleichberechtigung im Islam, das Kopftuch, Integrationsprobleme, islamischen Antisemitismus und "Islamophobie" debattiert werden. Am Ende der Kritischen Islamkonferenz soll eine "politische Abschlusserklärung" stehen. Weitere Informationen unter: www.kritische-islamkonferenz.de/

Pressekontakt:

Gunnar Schedel, Alibri Verlag, Fon: 06021/581734, Fax: 06021/5814560

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