Frauenhauskoordinierung e.V.

Frauenhauskoordinierung veröffentlicht Handreichung für Fachpraxis zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen

Berlin (ots) - Gewalt gegen Frauen hat so erhebliche Folgen für die Gesundheit von Frauen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sie als "globales Gesundheitsproblem von epidemischem Ausmaß" bezeichnet. Psychische Beschwerden sind belegte und gravierende Gesundheitsfolgen, sie zeigen sich als Depressionen, Stresssymptome, Angststörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Essstörungen, Suchtprobleme oder Suizidalität.

In Frauenhäusern und Fachberatungsstellen werden gewaltbetroffene Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Herkunft unterstützt, Frauen verschiedenen Alters, mit unterschiedlicher sexueller Orientierung, mit und ohne Kinder, mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung. Viele der unterstützten Frauen haben psychische Beeinträchtigungen, die unterschiedlich ausgeprägt und unterschiedlich stark verfestigt sind. Die Fachpraxis in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen stellt seit mehreren Jahren eine Zunahme der Anzahl von gewaltbetroffenen Frauen mit zusätzlichen Belastungen fest, dazu zählen auch unterschiedlich schwere psychische Beeinträchtigungen.

Frauenhauskoordinierung tritt dafür ein, dass alle gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder einen Anspruch auf Zugang zu Schutz und adäquater Hilfe haben. Psychische Beeinträchtigungen stellen einen zusätzlichen Aspekt neben der Gewalterfahrung dar, der bei der Unterstützung der Frauen berücksichtigt werden muss.

Zur Unterstützung der Fachpraxis in Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen und Interventionsstellen legt Frauenhauskoordinierung die "Handreichung Unterstützung gewaltbetroffener Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen" vor. Sie richtet sich aber auch an Interessierte in anderen Hilfebereichen, die Kontakt zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen haben, wie dem psychiatrischen Versorgungsystem, dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren Arbeitsfeldern. Frauenhauskoordinierung möchte mit dieser Handreichung zur Sensibilisierung für die schwierige Situation von gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen beitragen. Die praxisnahen Empfehlungen sollen zur Absenkung bisher vorhandener Zugangsschwellen für betroffene Frauen und zur Verbesserung der Unterstützungsangebote beitragen.

Die Handreichung ist ab Januar 2016 unter: info@frauenhauskoordinierung.de zu beziehen.

Pressekontakt:

Heike Herold
Geschäftsführerin Frauenhauskoordinierung e.V.
Tucholskystraße 11, 10117 Berlin, 030-92122083/84, 030-32661233, Fax
030-68077237, www.frauenhauskoordinierung.de
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