Shelter Now Germany e.V.

Flüchtlingen in ihrer Region helfen und Entwicklungsarbeit verstärken
Projekte für Flüchtlinge in Kurdistan und Heimkehrer in Afghanistan

Braunschweig (ots) - Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge in ihren Heimatländern und nachhaltige Entwicklungsarbeit tragen erheblich dazu bei, dass Menschen sich nicht auf den gefahrvollen Weg nach Europa machen müssen. Diese Überzeugung äußerte der deutsche Direktor des internationalen christlichen Hilfswerks Shelter Now, Udo Stolte, heute in Braunschweig. "Wir haben daran unseren - natürlich relativ kleinen - Anteil", sagte Stolte. Er appellierte an die Politik, Strategien umzusetzen, die in den bedrohten Regionen dieser Welt Verhältnisse schaffen, die den Menschen dort Hoffnung auf eine gesicherte Existenz geben.

Aktuell unterstützt Shelter Now mehrere Hundert Familien im Nordirak, die vor den Terrormilizen des so genannten "Islamischen Staates" (IS) in die Autonome Region Kurdistan geflohen sind. Bereitgestellt werden Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Kühlschränke, Ventilatoren im Sommer, Decken im Winter. Zu den derzeit drei Projekten in Kurdistan gehört auch die Unterstützung von 400 Angehörigen der Religionsgemeinschaft der Jesiden, die aus Angst vor Diskriminierung in inoffiziellen Lagern leben. Weitere Maßnahmen werden geplant - für diese Flüchtlingshilfe vor Ort benötigt Shelter Now dringend weitere Spendenmittel.

Für Shelter Now sei es ein Vorteil, mit überschaubaren Flüchtlingsgruppen zu arbeiten, meint Stolte: "Man erfährt, was die Menschen bewegt und wie man sie beim späteren Wiederaufbau ihrer Heimat am effektivsten unterstützen kann." Die Flüchtlinge in Kurdistan, mit denen er gesprochen habe, wollten alle wieder nach Hause, wenn der IS eines Tages nicht mehr existiere.

Die Arbeit von Shelter Now in Afghanistan sei ein gutes Beispiel für das Hand-in-Hand von Flüchtlings- und Entwicklungshilfe, betonte Udo Stolte. Während der Besetzung Afghanistans durch die Sowjetarmee und später während der Taliban-Herrschaft flohen Millionen Afghanen nach Pakistan. Zehntausende Menschen unterstützte Shelter Now in den Flüchtlingslagern mit Lebensmitteln, aber auch mit dem Bau von Lehmhäusern, Schulen und Gesundheitsstationen. Später hat die Organisation zusammen mit den Heimkehrern in Afghanistan über 50.000 kriegszerstörte Häuser wieder aufgebaut - davon sowie von Straßen-, Brücken und Brunnenbau profitierten rund eine halbe Million Menschen. Daneben unterhält Shelter Now in dem Land am Hindukusch weitere Agrar-, Gesundheits-, Bildungs- und Ausbildungsprogramme.

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit Koordinierungsbüro in Deutschland. Seit 1983 ist es in Pakistan und seit 1988 in Afghanistan tätig. Der Name der Organisation in Deutschland lautet "Shelter Now Germany e.V.". Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel bescheinigt.

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