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neues deutschland: Flüchtlingsrat NRW kritisiert bürokratische Hürden bei der Aufnahme von syrischen Flüchtlingen

Berlin (ots) - Der Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen begrüßt die Ankündigung der Innenminister von Bund und Ländern, weitere Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Der Verein beklagt aber die hohen bürokratischen Hürden für die Schutzbedürftigen: "Allein das Auswahlprogramm bei dem ersten bundesweiten Kontingent über 5000 Flüchtlinge hat ziemlich lange gedauert. Die Leute müssen teilweise monatelang auf einen Termin in der Botschaft warten, um ein Visum zu bekommen", kritisiert Birgit Naujoks, Sprecherin des Flüchtlingsrats NRW, gegenüber der Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe). "Als Problem hat sich auch erwiesen, dass die Erstaufnahme über das Lager Friedland erfolgen sollte, wo lediglich 500 Plätze zur Verfügung stehen." Das habe die Aufnahme zusätzlich in die Länge gezogen.

Bislang sind in den beiden bundesweiten Aufnahmeprogrammen nach Angaben des Flüchtlingsrats NRW lediglich 943 syrische Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Der Flüchtlingsrat NRW rät deshalb, die Aufnahme der Schutzbedürftigen zu vereinfachen. So könnte die Visumspflicht aufgehoben werden und das Botschaftspersonal in den syrischen Nachbarstaaten aufgestockt werden.

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