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neues deutschland: Benedikt XVI. tritt zurück: Schutthalde

Berlin (ots)

Keine drei Wochen noch und WIR sind es nicht mehr: Papst. Dass WIR es nach Sedisvakanz und neuerlichem Konklave wieder werden, ist eher unwahrscheinlich. Der erste deutsche Papst nach Jahrhunderten wird wohl eine Ausnahme bleiben. Der Versuch, das Erbe des polnischen Pontifex durch seinen engsten Vertrauten verwalten und vermehren zu lassen, ist mit dem Rücktritt Joseph Ratzingers als Papst jedenfalls gründlich gescheitert. Die Krise der römisch-katholischen Kirche, die während seines Pontifikats und nicht unmaßgeblich durch sein Agieren Ausmaße annahm, die Kritiker bereits zu Endzeitprophezeiungen provozieren, dürfte die Suche nach einem Nachfolger zu einer der schwierigsten in der jüngeren Geschichte des Papsttums gestalten. Reformer wie Reaktionäre stehen gleichermaßen vor einem Koloss, der indes keine tönernen Füße hat. Schlimmer: Während solche unvollkommenen Schreitglieder immerhin noch Bewegung suggerieren, wurde der Koloss Kirche über die Jahrhunderte mit Pfeilern der Dogmatik dermaßen verankert, dass ein Verrücken nachgerade aussichtslos erscheint. Mit besonderer Vehemenz festgerammt wurden diese Pfeiler durch die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Der polnische Papst vermochte es dank seines Charismas noch, das Reaktionäre der Romkirche zur Renaissance des christlichen Glaubens umzuwidmen. Doch seinem deutschen Nachfolger brach immer wieder der schmutzige Schutt durch den frommen Firnis. Schutt, dessen Anblick er wohl selbst nicht mehr ertragen konnte.

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