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NRZ: Kommentar zu Meseberg

    Essen (ots) - Teambildung ist immer gut. Aber für die Regierung Angela Merkel sollten nach ihrer Klausur drei Dinge wichtiger sein. Erstens: Sich ehrlich machen. Zweitens: Verlässlich bleiben. Drittens: Entschleunigung. Und der Testfall für alle drei Faktoren ist die Steuerreform. Nur wer mit Sachzwängen und Vorbehalten offen umgeht, beugt 2011 dem Vorwurf eines Wortbruchs vor. Entscheidend war in Meseberg, dass Merkel nachgeholt hat, was ihr verloren gegangen war: eine Linie, einen Plan, Prioritäten. Der Krisengipfel ist ein Signal. Das Krisenmanagement ist der kritische Punkt. Von ihm hängt alles ab: Der Spielraum für die Steuerreform wie der Anspruch, den Zusammenhalt zu stärken. Kriegt Angela Merkel die Krise, oder kriegt die Kanzlerin die Krise vielmehr in den Griff?

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