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NRZ: Kommentar zu Oskar Lafontaine

Essen (ots) - Oskar Lafontaine geht nicht in Rente. Auf Altersteilzeit lässt er sich in der Bundespolitik aber ein, wenn er den Fraktionsvorsitz der Linken abgibt und Parteichef bleiben will. Ein klarer Schnitt ist das nicht. Zumal der Mann auf zwei Hochzeiten tanzt: in Berlin und im Saarland, wo es noch zu einer Koalition mit SPD und Grünen kommen kann. Es ist befremdlich, dass einer sowohl im Bundestag als auch im Landtag sitzen will. Das schafft man nicht mit links. In der Politik gibt es übrigens genug "Vorbilder" als informelle Vorsitzende, die auch ohne Amt die Strippen zogen, etwa Hans-Dietrich Genscher bei der FDP oder Joschka Fischer von den Grünen. Als Parteichef kann sich Lafontaine ohnehin jederzeit in jede Debatte einschalten. Das ist nicht eine Frage des Amts und der Bühne, sondern des Machtwillens. So schnell wird ihn keiner los, weder die Linke, noch die SPD, die er oft genug vorgeführt hat. Pressekontakt: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung Redaktion Telefon: 0201/8042607 Original-Content von: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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