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NRZ: Sauber aufgearbeitet - der DFB zieht die richtigen Konsequenzen

    Essen (ots) - Wenn die Angelegenheit nicht zu ernst wäre, man könnte fast schon wieder darüber lachen. Kein Vertuschungsmanöver oder sonst welche kriminelle Energie steckt offenbar hinter der verspäteten Doping-Kontrolle der beiden Hoffenheimer Fußball-Profis, sondern ausgiebiger Jubel des Hoffenheimer Doping-Beauftragten Peter Geigle, der nach dem späten Ausgleich seines Klubs in Mönchengladbach seine Pflichten vergaß. Was nur allzu menschlich erscheint, ist bei einem so sensiblen Gebiet wie Doping natürlich nicht tolerierbar. Der Deutsche Fußball-Bund, der bei sportpolitschen Vorgängen bekanntlich nicht immer eine gute Figur abgibt, hat diesen Fall augenscheinlich sauber aufgearbeitet, sich auch selbst nicht geschont und am Ende die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Spieler, die nicht rechtzeitig informiert wurden, sind nun einmal schlecht für eine Verspätung haftbar zu machen. Dafür werden die für die nachgewiesene Schlamperei Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Was auf eine Geldstrafe für Hoffenheim hinausläuft. Wichtiger aber als das Strafmaß für den Aufsteiger ist aus Verbandssicht das Eingeständnis eigener Versäumnisse. Verbunden mit Maßnahmen, welche die - wie sich zeigte - berechtigten Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Anti-Dopingkampfes im Fußball, wenn schon nicht ersticken, so doch minimieren. Mit neutralen, von den Bundesligavereinen unabhängigen Helfern bei den Dopingkontrollen dürften künftig zumindest Jubelausbrüche als Mängel im System auszuschließen sein ...

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