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NRZ: In der Rezession muss kein Unternehmen nach Ansicht von Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sofort entlassen

    Essen (ots) - In der Rezession muss kein Unternehmen nach Ansicht von  Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) `sofort entlassen".  Dafür habe  die Regierung Sorge getragen mit der Verlängerung des   Kurzarbeitergelds von sechs auf 18 Monate. Er empfehle,   `qualifizieren statt entlassen", sagte Scholz der in Essen   erscheinenden Neuen Ruhr/Rhein Zeitung (Freitag).  Die Agentur für   Arbeit übernehme mit dem  Programm `Wegebau" zum Lohnausfall die   Qualifizierungskosten. Die Kurzarbeit sei auch für kleine   Unternehmen ein Weg, um Entlassungen zu vermeiden. Es sollte sich   gerade bei ihnen wieder herumsprechen, `dass wir den   Nettolohn-Ausfall des Arbeitnehmers bezahlen. Das ist eine große   Entlastung für die Unternehmen", so Scholz. Er erinnerte daran, dass die Agentur für Arbeit 15 Milliarden Euro an Rücklagen habe: `Die   sind für genau die heutige Situation da." # Zur drohenden Rezession sagte er, `es kann alles schlimmer kommen  als wir heute vermuten". Er habe auch ein `mulmiges Gefühl". Meist  besonders hart betroffen seien die Leiharbeiter. Er glaube, dass die  Koalition sich `um den Jahreswechsel" auf Mindestlohn-Branchen  einigen werde. Die Zeitarbeitbranche erfülle alle Voraussetzungen  für Mindestlöhne. `Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Union das  Geschäft der weniger seriösen Unternehmen der Branche betreibt", so  Scholz. # # Zu den Renten sagte der Minister, er rechne damit, dass die Erhöhung 2009 größer als  2008 ausfallen werde, weil die Lohnentwicklung   besser gewesen sei. Die Rentenkassen seien voll, und er wehre sich   `mit Händen und Füßen" dagegen, an die Rücklage zu gehen. Die   Einkommen der Rentner seien sicher und stabil finanziert. `Ihre   Kaufkraft brauchen wir auch."

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