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Westfalenpost: Geburtenrate: Mal nicht nur meckern

Hagen (ots) - Einfach mal zurücklehnen und nicht das Haar in der Suppe suchen: Deutschland erlebt einen kleinen Baby-Boom - und das ist doch eine schöne Nachricht. Die Gründe sind vielfältig, und sie haben auch mit Politik zu tun. Die Damen und Herren in den Regierungen und ihren angeschlossenen Verwaltungen treffen ja bisweilen auch richtige Entscheidungen, und man darf sie dafür durchaus auch mal loben. Bund und Länder versuchen seit Jahren, Kindern und Eltern das Leben leichter zu machen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Ein stichhaltiger Beweis, dass die Familienpolitik einen direkten Einfluss auf die Geburtenrate hat, lässt sich schwerlich erbringen. Aber warum sollten Elterngeld und Kita-Ausbau nicht auch positive Auswirkungen zeitigen? Aber: Das ist alles nur ein Anfang: Deutschland muss kinderfreundlicher werden. Das ist nicht nur ein Appell an die Politik, bei ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, sondern vor allem an viele Arbeitgeber, die zwar gern von Frauenförderung reden, sie aber in ihren eigenen Betrieben nicht umsetzen. Denn: Wer nicht die Möglichkeit hat, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, ohne gravierend eigene Lebensqualität einzubüßen, der wird keinen Kinderwunsch hegen. Abgesehen davon haben die aktuellen Zahlen auch einen einfachen statistischen Hintergrund: Die geburtenstarken Jahrgänge 1981 bis 1991 bekommen jetzt selbst Kinder. Aber das ist nur eine Feststellung - und kein Haar in der Suppe.

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