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Westfalenpost: Aggressivität im Straßenverkehr

Hagen (ots) - Ach, jetzt zeigen wir wieder mit dem Finger auf die anderen: Alle anderen fahren zu schnell, alle anderen nehmen uns die Vorfahrt, alle anderen parken, wo sie wollen, alle anderen sind der Stau, in dem wir stehen. Die Aggressivität im Straßenverkehr nimmt zu, und wie so häufig ist das vor allem ein Problem der Masse: Die Zahl der Fahrzeuge steigt stetig, die Zahl der Paketauslieferer, die in zweiter Reihe halten, auch. Gleichzeitig haben es alle immer eilig. Es gibt nicht viele Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, in dem der Einzelne mehr Einfluss auf das Ganze ausüben kann, als im Straßenverkehr. Vorbildliches Verhalten steckt an. Alles ist eine Frage der Einstellung: Wer überholt wird, muss sich nicht als Verlierer fühlen (und wer zu schnell fährt, ist nicht automatisch der Gewinner). Rücksicht hilft. Niemand sollte sich dafür entschuldigen müssen, dass er sich an das Tempolimit hält, während der Hintermann mit hochrotem Kopf schon fast auf der Stoßstange hängt. Wer dieses Fundament des Miteinanders nicht teilt, wem es an Einsicht mangelt, dass Regeln einen Sinn haben, der muss bestraft werden - wenn er die Gesundheit anderer gefährdet, mit aller Schärfe. Alle, die das als Abzocke bezeichnen, haben nichts verstanden.

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