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Westfalenpost: Doping in Russland

Hagen (ots) - Zustimmung war nicht zu erwarten: "Danke an alle für diese Beerdigung der Leichtathletik. Das ist eine rein politische Entscheidung", kritisierte die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa bissig ironisch den Ausschluss russischer Athleten von Olympia. Fragt sich, wer die Leichtathletik tatsächlich zu Grabe trägt: diejenigen, die systematisch betrügen, oder jene, die dieses Verhalten kontrollieren? Russland zahlt jetzt einen hohen Preis. Nicht in Rio starten zu dürfen, kostet nicht nur internationales Renommee, sondern richtig viel Geld. Mit Betrug können Sponsoren keine Werbung machen. Klar, dass Issinbajewa sauer ist: Der Gold-Favoritin entgeht ein kleines Vermögen. Für Olympia hat sie schwer gearbeitet. Aber alle, die nicht betrügen, haben das auch. Deshalb ist eine Sperre Russlands die einzig richtige Maßnahme. Sie strahlt hohes Abschreckungspotenzial aus. Das muss die Richtschnur sein für die nun anstehende Gesamtausschluss-Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, das bisher im Kampf gegen Doping eher den zahnlosen Tiger gespielt hat. Sanktionen wirken nicht, wenn sie weich wie Butter sind. Russland hat betrogen und muss bestraft werden. Basta. Das ist nicht politisch, das ist nur gerecht.

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