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Westfalenpost: Digitalisierung der Dienstleistungen - Analoge Grundversorgung

Hagen (ots) - So ist das halt in der modernen Marktwirtschaft: Wenn die Geschäfte nicht mehr laufen, müssen Unternehmen reagieren. Umstrukturieren. Sparen. Das Beispiel der Banken zeigt exemplarisch, wie sich die Digitalisierung auf das gesamte Dienstleistungsgewerbe auswirkt. Wer seine Überweisungen online in Auftrag gibt, der muss nicht mehr in die Filiale laufen. Auch Krankenkassen und Versicherungen verschwinden zunehmend aus dem Stadtbild. Diese Art des Fortschritts lässt sich nicht aufhalten. Im Gegenteil: Er wird sich noch beschleunigen. In Zukunft wird wahrscheinlich sogar das Berufsbild der Kassiererin obsolet, weil jedermann im Supermarkt und in der Tankstelle den Rechnungsbetrag ferngesteuert über das Handy abbuchen lässt. Keine guten Aussichten für den Kontakt von Mensch zu Mensch. Es ist die Pflicht der Politik, die Gesetze der Marktwirtschaft möglichst sozial zu gestalten. Alle, die bei der Digitalisierung nicht mitmachen wollen oder können, sei es, weil sie sich zu alt fühlen oder weil ihnen die technischen Mittel fehlen, dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Der Staat muss seiner Fürsorgepflicht gerecht werden. Wir brauchen eine analoge Grundversorgung.

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