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Westfalenpost: Nina Grunsky zur Schulentwicklungsplanung

Hagen (ots) - Der demografische Wandel als Chance: Südwestfalen hat diese genutzt. Weil die Schülerzahlen schon seit Langem zurückgegangen sind, auf dem Land nicht mehr genügend Kinder leben, um das dreigliedrige Schulsystem auf Dauer zu erhalten, hat man sich hier schon vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, die Schullandschaft innovativ umzubauen - hin zu Sekundar-, Gesamt-, Gemeinschaftsschulen. Man hat aus der Herausforderung eine Tugend gemacht. Das wird sich künftig als enormer Vorteil erweisen. Weil immer mehr Flüchtlingskinder nach Nordrhein-Westfaen kommen, hat man nämlich in Städten des Ruhrgebiets Pläne gestoppt, insbesondere Hauptschulen zu schließen. Damit schafft man künftige Integrationsprobleme. Hauptschulen leisten ohne Frage vielerorts hervorragende Arbeit, eröffnen ihren Kindern wunderbare Chancen. Tatsache aber ist, dass diese Schulform unter Akzeptanzproblemen leidet, insbesondere bei Eltern, aber auch manchen Arbeitgebern. Die Schulen vor allem wegen der Flüchtlingskinder zu erhalten, während einheimische Eltern ihr den Rücken kehren, wird sicher in mancher Ruhrgebietskommune künftig zu neuen Integrationsproblemen führen.

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