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Westfalenpost: Monika Willer zur Frankfurter Buchmesse

Hagen (ots) - Meinungsfreiheit ist universell. Sie muss immer und überall gelten. Der Schriftsteller Salman Rushdie findet klare Worte zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Der Iran hatte zuvor seine Teilnahme an dem weltgrößten Branchentreffen abgesagt, eben weil der islamkritische Autor auf der Eröffnungspressekonferenz reden sollte. Diese Reaktion - und die in der Buchmessen-Geschichte einmaligen Sicherheitsvorkehrungen für Rushdies Auftritt - beweisen, wieviel Sprengkraft sich nach wie vor mit dem Medium Buch verbindet, wieviel Angst Fundamentalisten, Diktatoren und Extremisten weltweit vor der Freiheit des gedruckten Wortes haben.

Das Buch ist oft totgesagt worden, gerade angesichts der neuen digitalen Medien. Flucht und Vertreibung galten lange als überwundene Phänomene. Doch noch nie sind so viele Menschen physisch und in dem, was sie denken und sagen dürfen, so bedroht wie heute. Rushdies Rede macht die Buchmesse zum internationalen politischen Ereignis, und das ist gut so. Denn Toleranz, Pluralität, Neugier und Geschichtsbewusstsein sind die Kerntugenden zur Gestaltung einer friedlichen Welt.

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