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Westfalenpost: Joachim Karpa zum CDU/CSU-Fraktionschef Kauder

Hagen (ots) - Es brodelt in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Ihr Chef, Volker Kauder, will die Abweichler, die sich gegen neue Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Kreditprogramm ausgesprochen haben, im parlamentarischen Prozess kalt stellen. Für den Vertrauten der Kanzlerin geübte Praxis. Wer den Korpsgeist der Christdemokraten verletzt, gehört abgestraft. Kauder fordert eine eingeschworene Truppe im Bundestag. Um im Bild zu bleiben: Die Abgeordneten haben stramm zu stehen und die Reihen geschlossen zu halten. Die Sprache Kauders irritiert. Ein richtungsweisender Beitrag interner Streitkultur hört sich anders an. Dass eine zerstrittene Fraktion nach außen kein gutes Bild abgibt, die Durchsetzung gemeinsamer Ziele nicht leichter macht und dem politischen Gegner unnötige Angriffsflächen liefert, muss nicht besonders erläutert werden. Wenn es der Fraktionsspitze aber nicht gelingt, die Meinungungsvielfalt ihrer Mitglieder zu kanalisieren, hat sie ein Problem. Was zeigt die öffentliche Auseinandersetzung über Fraktionsdisziplin und Gewissensentscheidung an sich? Der Unmut kritischer CDU-Geister über Kauders Führungsstil verschafft sich Luft. Es geht längst nicht mehr um Hilfsprogramme für Griechenland und verfassungskonformes Verhalten - es geht um die Person Kauder.

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