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Westfalenpost: Flüchtlinge bleiben Verlierer Von Joachim Karpa

Hagen (ots) - Der Exodus der Kosovo-Albaner löst in den Städten und Kommunen Alarm aus. Von Überrumpelung ist die Rede. Doch wohin mit den Menschen? Jeden Tag kommen in NRW hunderte Kinder, Frauen und Männer an. Die Hintergründe über die massenhafte Abkehr von der Heimat sind rätselhaft. Ein Grund ist die Armut. Natürlich. Jeder Dritte lebt in dem Land von 1,40 Euro täglich. Wer keine Perspektive hat, macht sich auf den Weg. Das reicht aber nicht als Erklärung.

Wie reagieren die serbische und kosovarische Regierung auf die massenhafte Ausreise? Den einen dient sie als Beleg für das Versagen des noch jungen Staates, den anderen als Druckmittel, den Kosovaren endlich Reisefreiheit in der EU zu gewähren. Nicht zu vergessen sind die Schlepper und Nepper, die das blaue vom Himmel versprechen und daran verdienen. Gerüchte, von denen jeder Kosovare in Deutschland 1500 Euro Begrüßungsgeld bekommt, werden gezielt gestreut. Von den anderen vermeintlichen Wohltaten nicht zu reden.

Die Menschen, die nichts zu verlieren haben, glauben, sie fahren mit dem Reisebus direkt ins Paradies. Ein Irrsinn, den die Politik stoppen muss. Die internationale Gemeinschaft ist aufgerufen, für funktionierende Staatsstrukturen und lebenswerte Verhältnisse im Kosovo zu sorgen. Sonst bleiben die Flüchtlinge die Verlierer.

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