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Westfalenpost: Kartellamt beobachtet Holzvermarktung

Hagen (ots) - <p>Die Geister schienen bereits eingefangen. Schon vor sechs Jahren, als die Länder Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und Thüringen ein Konsenspapier unterzeichneten und damit ein weiteres Vorgehen des Bundeskartellamts gegen ihre Holzvermarktung verhinderten. Die Landesbetriebe Wald und Holz mussten sich über fünf Jahre einem Monitoring unterziehen und ihre Verträge melden. Damit hätte alles gut sein können.</p><p/><p>Doch dann wurde bekannt, dass der Markteinfluss des Landes im Südwesten rund 80 Prozent beträgt, was eine neue Diskussion auslöste, die absehbar die Trennung von staatlicher und nichtstaatlicher Vermarktung von Holz zur Folge hat. Die Waldbauern in Südwestfalen sind verunsichert. Eine Überreaktion? Eher nicht. </p><p/><p>Der Wald und sein Produkt Holz sind seit jeher Gegenstand ideologisch aufgeladener Schlachten. Privat oder Staat? Gegenstand der Daseinsvorsorge oder ein Markt wie jeder andere? Wenn man sich für Markt entscheidet, müssen auch Marktmechanismen greifen, darf ein Landesbetrieb keine übermächtige Stellung als Wettbewerber einnehmen. Ein klarer Kartellverstoß. </p><p/><p>Man kann die Worte aus Werl als Warnschuss lesen. Es darf keine Nischen geben für staatlichen Einfluss. NRW hat noch Zeit. Aber dann sollte das Land handeln. </p>

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