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Westfalenpost: Carsten Menzel zum Straßenzustand

Hagen (ots) - Achtung Straßenschäden: Schild Nr. 1006-34 der Straßenverkehrsordnung hat beste Aussichten, landauf, landab der meist verwendete Hinweis am Fahrbahnrand zu werden. In direkter Konkurrenz zu Tempolimits. - Mehr, als auf die Löcher, Furchen und Risse in den Straßen und den Gefahren dadurch hinzuweisen, bleiben Bund, Land und Kommunen häufig nicht mehr übrig. Für die Sanierung fehlt das Geld; der Investitionsstau wächst und wächst. Das merken täglich alle, die hinterm Steuer sitzen: Reisende, Pendler und Berufskraftfahrer. Alleine für die städtischen Straßen fehlen bundesweit drei Milliarden Euro, warnt aktuell der Deutsche Städtetag. Bis in die späten 1980er-Jahre waren es Luxusdiskussionen in den Kommunen: Soll mehr Geld in Schulen, Spielplätze oder Kindergärten fließen? Oder ins Straßennetz? Schon damals warnten einige Wachsame, die Straßeninstandhaltung nicht zu vernachlässigen. Häufig vergeblich. Inzwischen ist die Finanzsituation der meisten Kommunen derart desolat, dass es Verteildiskussionen nicht mehr gibt. Das erfordert umso mehr einen Masterplan fürs Straßennetz, der festlegt, wie und wann wenigstens die allernotwendigsten Sanierungen geschultert werden können. Und es braucht Entscheidungen: etwa, ob teure Neubauprojekte wie ein A 46-Lückenschluss, nur wünschenwert oder notwendig sind.

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