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Westfalenpost: Wilfried Goebels zum geplanten NRW-Familienbericht

Hagen (ots) - Am politischen Willen, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft zu fördern, mangelt es hierzulande nicht. Bund, Land, Kommunen, Sozialverbände, Kirchen und Vereine haben über die Jahre ein dichtes Netz der Hilfen geknüpft. </p><p/><p>Das Problem: Programme sind schlecht abgestimmt. Milliarden versickern, weil die Rechte nicht weiß, was die Linke tut. Der geplante NRW-Familienbericht kann mehr Klarheit schaffen, weil er erstmals den Blickwinkel der Betroffenen berücksichtigt. Die traditionelle Familie befindet sich im Umbruch. Alleinerziehende und nichteheliche Lebensgemeinschaften stellen schon mehr als jede vierte Familie mit Kindern. Dem muss die Familienpolitik Rechnung tragen. Mit 200 Milliarden Euro Familienhilfen pro Jahr rangiert Deutschland weit vorn. Weil die Summe mit Blick auf die maroden Haushalte nicht gesteigert werden kann, müssen Mittel umgeschichtet und gebündelt werden. Zentraler Punkt bleibt der Ausbau der Betreuungsplätze, damit Familie und Erwerbstätigkeit vereinbart werden können. Eltern wollen mehr Zeit mit der Familie verbringen. Dafür muss der Arbeitsmarkt neue Lösungen entwickeln. Dass Deutschland weltweit eine der niedrigsten Geburtenraten aufweist, hat viel damit zu tun, dass berufliche Karrieren und Kinder oft nicht zusammen passen wollen. Kluge Personalchefs haben längst erkannt, dass hier für innovative Firmen große Chancen liegen. Qualifizierte Arbeitnehmer werden ihren Arbeitgeber zunehmend auch danach auswählen, ob er geeignete Arbeitszeitmodelle anbietet.

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