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Westfalenpost: Gaza-Konflikt

Hagen (ots) -

Man stelle sich einmal vor, von Arnsberg oder Meschede würden Raketen auf Hagen und Schwelm abgeschossen. Daraufhin rückte eine westfälische Armee in die Städte ein und würde gezielt Häuser und In-frastruktur zerstören. Völlig absurd.

So ähnlich ist es aber im Gazastreifen, der nicht einmal ein Fünftel der Fläche des Hochsauerlandkreises umfasst. Im Gazastreifen betreibt die Hamas Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen. Von dort schießen ihre radikalen Kämpfer aber auch die Raketen ab. Ähnlich war es vor Jahrzehnten mit der Fatah von Jassir Arafat. Am Ende näherten sich Fatah und Israelis an, bis wiederum die Hamas auf der Bildfläche erschien. Und alles wieder von vorn begann.

Die Israelis haben bewiesen, dass sie ihre Grenzen kennen. Falken wie Ariel Scharon und Benjamin Netanjahu zogen Truppen aus den besetzten Gebieten zurück, weil es dort nichts zu gewinnen gibt. Daher wird auch die jetzige Offensive, so blutig sie sein mag, endlich sein. Danach muss Europa und müssen die USA die Konfliktparteien zu einem Gespräch unter Feinden zwingen. Die Fatah ist viel zu schwach, um einen Frieden mit Israel intern durchzusetzen. Die Hamas benötigt jedoch einen Denkzettel, um zu begreifen, dass sie ihrerseits nur verlieren kann. Es ist ein trauriges Spiel um unbelehrbare Fanatisten, das die Zivilbevölkerung unerträglich leiden lässt.

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