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Westfalenpost: Wilfried Goebels zum drohenden Aus der Schulsozialarbeiter in NRW

Hagen (ots) - Sie schlichten Streit, kümmern sich um Schüler mit familiären Problemen, stehen Eltern bei Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder mit Rat und Tat zur Seite: Schulsozialarbeiter erfüllen unverzichtbare Aufgaben. Wer kein Kind zurücklassen will, muss dafür kämpfen, dass die Schulsozialarbeit eine Zukunft hat. Der Poker zwischen Bund, Land und Kommunen um die weitere Finanzierung der Schulsozialarbeit ist kurzsichtig wie schädlich. Der Verzicht auf soziale Hilfestellung kann teuer werden: Stabile soziale Bindungen und Bildungsbeteiligung sind wichtig für ein "normales" Leben.

Sozialarbeit muss dauerhaft in Schulen verankert werden, weil die Identitätsbildung und Lebensgestaltung der Schüler in oft schwierigen Familienverhältnissen nicht einfacher wird. Ganztagsunterricht, Inklusionsklassen und "Turbo-Abitur" steigern den Beratungsbedarf von Eltern und Schülern.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 2010 mehr Unterstützung für Kinder aus armen Familien eingefordert, damit die am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die Schulsozialarbeit ist ein Meilenstein der Teilhabe - die Politik muss sich zusammenraufen. Das Sparprogramm für die wichtigen Helfer muss gekippt werden. Es gibt in den Haushalten andere Positionen, wo der Rotstift weniger Schaden anrichten würde.

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