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Westfalenpost: Schützenwesen als
immaterielles Unesco-Weltkulturerbe

Hagen (ots) - <p>Wer Sätze mit dem Begriff immaterielles Unesco-Weltkulturerbe anfängt, gehört nicht zu den Gewinnern. So theoretisch sich dieser Titel anhört, so schwer greifbar ist er auch. Laut offizieller Definition geht es um "lebendige kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen werden". Das hilft ein Stückchen weiter. Ist es also die Elfenbeinschnitzerei im Odenwald? Sind es die Segelflieger auf der Wasserkuppe ? Vielleicht die Laienschauspieler der Oberammergauer Passionsspiele? Eine Frage stellt sich zudem: Welche Kriterien gelten für was? </p><p/><p>Das führt an dieser Stelle zu weit. Die Jury der Landesregierung empfiehlt das Schützenwesen. In Düsseldorf hat man sich damit schwer getan. Warum? Weil der ländliche Raum am Rhein belächelt wird? Weil die Kenntnisse über die Schützen und ihre ehrenamtliche Tätigkeit so bescheiden sind? Weil Schützen mit Trunkenbolden gleichgesetzt werden?</p><p/><p>Arroganz und Unwissenheit sind bei politischen Entscheidungen schlechte Begleiter. Am Ende hat man sich für das Schützenwesen ausgesprochen, das bundesweit länderübergreifend eine große Rolle spielt. Und, vergessen wir nicht: Jeder Schütze hat eine Stimme. Die bevorstehende Kommunalwahl spielt bei dem Beschluss angeblich keine Rolle. Wer es glaubt. </p>

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