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Westfalenpost: Torsten Berninghaus zur Ukraine-Krise

Hagen (ots) - Als Wladimir Klitschko am Samstagabend im Boxring zum Mikrofon griff, war dieser Auftritt gut überlegt. Klitschko, der seinen Herausforderer nach Belieben beherrscht und in der fünften Runde auf die Bretter geschickt hatte, nutzte die Bühne in Oberhausen, um die Augen der Welt einmal mehr auf den Konflikt in der Ukraine zu richten. Das war nicht nötig. Denn der Nervenkrieg um die OSZE-Inspekteure und der sich zuspitzende Konflikt zwischen Russland und dem Westen brauchen keine Durchhalte-Parolen, sondern eine kluge und respektvolle Verhandlungsstrategie. Deswegen ist es richtig, zum einen finanzielle wie wirtschaftliche Sanktionen zu beschließen und zum anderen diplomatisch wie politisch alles daran zu setzen, um Russland auf den Weg der Deeskalation zu führen. Letzteres aber kann nur gelingen, wenn Präsident Putin nicht ins Abseits gestellt wird, sondern sein Gesicht wahren kann. Er wird am Ende anerkennen müssen, dass nicht mehr das Recht des Stärkeren gilt, sondern dass die Grundsätze internationalen Rechtes auch für Russland und damit in der Ukraine gelten. Unter dem Strich geht es um das Grundprinzip der Friedensordnung. Und darum, internationale Krisen nicht der brutalen Logik militärischer Aggression zu überlassen.

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