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Westfalenpost: Die SPD schreckt ab
Kommentar von Martin Korte zur SPD-Forderung, die Bundeswehr zu stärken

Hagen (ots) - Wer mit Waffen droht, der muss auch bereit sein, sie im schlimmsten Fall einzusetzen. So funktioniert Abschreckung. Leider. Ob das den Wehr-Experten der Sozialdemokraten bewusst ist? Selbstverständlich sind die Herren der SPD keine Kriegstreiber. Aber sie neigen dazu, mit ihren Forderungen die Fehler des Kalten Krieges zu wiederholen. Mal ganz abgesehen davon, dass sie nicht den Willen der Bevölkerung widerspiegeln. Es wundert schon, dass nun ausgerechnet der kleine Partner der Großen Koalition vorprescht und eine deutliche Aufstockung des Bundeswehr-Etats fordert. Mehr Panzer, militärische Unterstützung der Nachbarn Russlands und der Kauf von Hubschraubern garantieren aber nicht mehr Sicherheit. Im Gegenteil: Putin wird seine Truppen ebenfalls verstärken - und schon ist wieder eine Spirale in Gang gesetzt, die wir längst in den Geschichtsbüchern wähnten. Putin gilt als verschlagener Stratege. Er wird die Ukraine nicht annektieren, er wird sie schwächen und filetieren. Der ehemalige Geheimdienstchef ist ein Kind des Kalten Krieges. Mit Drohungen ist ihm nicht beizukommen. Mit Sanktionen schon eher. Aber die müssen weh tun. Ihm, seiner Wirtschaft - und damit auch uns.

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