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Westfalenpost: Unter dem Druck, die beste Wahl zu treffen
Kommentar von Nina Grunsky zur richtigen Schulwahl

Hagen (ots) - Haupt- oder Realschule? Primus- oder Sekundarschule? Gesamtschule oder Gymnasium? Abitur lieber in acht oder in neun Jahren? Eltern haben die Wahl. Dass diese von vielen als so qualvoll schwierig empfunden wird, liegt aber nicht allein an der Vielzahl von Schulformen, die es derzeit in Nordrhein-Westfalen gibt. Es liegt wohl vor allem daran, dass Eltern sich unter enormem Druck sehen, die beste Entscheidung für ihr Kind zu treffen. Denn die Väter und Mütter haben selbst in den vergangenen Jahren erleben müssen, wie wichtig in einer globalisierten Welt eine hohe Bildung und gute Ausbildung für eine sichere Zukunft sind. Die intensive Diskussion über die Bedeutung der Bildung seit der ersten Pisa-Studie hat diesen Druck mit Sicherheit nicht geringer werden lassen. Zugleich aber spüren Väter und Mütter sehr wohl, wie bedeutsam für ihre Kinder die Kindheit ist, die Zeit und das Spiel mit anderen Kindern. Wie wichtig es ist, ihnen nicht durch zu viel Ernsthaftigkeit und Ehrgeiz die Freude am Lernen und die Neugier darauf zu nehmen. Hilfe und Ratschläge von Lehrern und Experten helfen ihnen nur begrenzt: Ob ihr Kind in der ausgesuchten Schule am Ende klar kommt, hängt auch davon ab, ob es sich mit dem Lehrer und den Mitschülern versteht. So wichtig wie die Wahl ist also, in der ersten Zeit an der neuen Schule achtsam zu sein, ob sich das Kind wohl fühlt. Es ist ein schwieriges Spannungsfeld, in dem Eltern ihre Entscheidung treffen müssen. Vielleicht sollten sie dabei mit sich selbst so fair sein wie mit ihren Kindern, sich also nicht zu sehr unter Erfolgsdruck setzen. Vermutlich können sie so die beste Wahl treffen.

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