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Westfalenpost: Gelähmt Israel vor schwieriger Regierungsbildung

    Hagen (ots) - Von Eberhard Einhoff

    Wenn im Nahen Osten dem Einsatz von Waffen mehr Bedeutung eingeräumt wird als dem von Worten, ist in Israel eigentlich ein Wahlsieg der Rechten zu erwarten. Der triumphale, glatte Durchmarsch ist dem Likud und seinem Chef Benjamin Netanjahu allerdings verwehrt worden. Das ist die Überraschung dieser Wahl. Zipi Livni und ihre liberal-konservative Kadima-Partei haben knapp gewonnen - aber wahrscheinlich doch nicht gesiegt. So scheint an diesem Tag nach der Wahl eine Einschätzung richtig zu sein, die aus palästinensischem Mund kommt und schlicht besagt, dass Israel für einen Zustand der Lähmung gestimmt habe. In der Tat könnte es eine Gewinnerin geben, die doch nicht Ministerpräsidentin wird. Ob wiederum die mehr oder minder rechten Parteien sich auf eine funktionsfähige Koalition unter Netanjahu einigen können, bleibt vorerst abzuwarten. Nur eins scheint sicher: Der Friedensprozess liegt zunächst wieder einmal für unbestimmte Zeit auf Eis.

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