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Westfalenpost: Zum Frösteln

Hagen (ots) - Putin zu Besuch im Kanzleramt Von Winfried Dolderer Man könnte ihn als Väterchen Frost willkommen heißen, wenn das für diesen Gast nicht noch zu gemütlich klänge. Dieser Putin ist zum Frösteln ungemütlich, ganz so wie aus westlicher Sicht mittlerweile wieder das Land, das er repräsentiert. Das gilt längst nicht mehr nur für Russlands drakonische Innenpolitik. Es gilt ebenso für das wie in alten Zeiten brachiale Gebaren des Ost-Reiches gegenüber Nachbarn. Unbotmäßige haben zu gewärtigen, dass der Kreml Panzer schickt oder den Gashahn abdreht. Die Konsequenzen haben in den vergangenen Frosttagen Bulgaren oder Slowaken bibbernd erfahren. Aber auch im bis auf weiteres mollig geheizten Westen kann es einem mulmig werden beim Gedanken an die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen. Nicht von ungefähr hat die Bundeskanzlerin bei Putins gestrigem Besuch an das russische Eigenin- teresse appelliert und vor den Folgen eines Vertrauensschadens gewarnt. Schließlich ist auch das heutige Russland in ein Geflecht wirtschaftlicher Abhängigkeiten eingebunden. Das setzt dem Großmachtgehabe Grenzen. Pressekontakt: Westfalenpost Redaktion Telefon: 02331/9174160 Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

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