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Westfalenpost: Nur ein Versuch

Hagen (ots) - Ypsilanti-Wahl: Grüne zweifeln an SPD Von Jörg Bartmann Am Anfang war das Wort, geblieben ist die Phrase nach dem Wortbruch. Was schert es Andrea Ypsilanti, sie tritt als Ministerpräsidentin in Hessen an, um eine rot-grüne Koalition zu führen, mit einvernehmlicher Tolerierung durch die Linke. Unerheblich scheint es für die SPD-Politikerin zu sein, dass die Grünen ihr beim Wahlvorgang am Dienstag nur einen Versuch geben und schon jetzt klar machen, wer für ein mögliches Abstimmungsversagen zuständig ist: Die SPD. Ypsilanti geht es um Ypsilanti: Sie will ihre letzte Chance nutzen, hat dafür bei der Koalitionsvereinbarung mit den Grünen Kröten geschluckt. Was in diesem Pokerspiel aus den hessischen Sozialdemokraten bei einer Pleite wird, scheint ihr dabei völlig egal. Es ist und bleibt ein politisches Wagnis, weil das Bündnis nur eine Stimme Vorsprung hat und Ypsilantis Stellvertreter Jürgen Walter die tolerierte Minderheitsregierung für falsch hält. Seine Wahloption scheint strittig. Da drängen sich Vergleiche zu Heide Simonis auf. Ihre Wiederwahl im Kieler Landtag scheiterte an einem Heckenschützen aus den eigenen Reihen, der bis heute nicht bekannt ist. Alles ist offen. Sollte die Mehrheit reichen, bleibt die Frage nach einer glaubwürdigen Zukunft. Das Fundament ist bescheiden und die Linkspartei wird schnell die Toleranzgrenze austesten. Pressekontakt: Westfalenpost Redaktion Telefon: 02331/9174160 Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

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