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Westfalenpost: Friedliches Ende?

    Hagen (ots) - Vertriebenen-Gedenkort beschlossen Von Winfried Dolderer Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob Berlin unbedingt noch ein weiteres Museum zur Erinnerung an die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts braucht, diesmal für die Vertriebenen. Unstrittig sollte sein, dass es nichts mit Relativierung von NS-Verbrechen oder der deutschen Urheberschaft am Zweiten Weltkrieg zu tun hat, wenn es in Berlin einen Gedenkort auch für deutsche Opfer der Folgen dieses Krieges gibt. Den Relativierungsvorwurf haben vor allem, aber leider nicht nur, polnische Nationalisten den Initiatoren des Projekts beharrlich entgegengehalten, erkennbar wider besseres Wissen. Man darf also die Bundesregierung gerne dazu beglückwünschen, dass es ihr wohl gelungen ist, die Debatte zu einem friedlichen Ende zu führen. Sie sollte dann aber auch keine Bedenken haben, den Bund der Vertriebenen an dem Projekt zu beteiligen. Schließlich, wer in diesem Verein heute noch einen europäischen Störenfried sehen wollte, täte dies ebenfalls wider besseres Wissen.

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