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NOZ: EVP-Fraktionschef: EU-Rauswurf Ungarns ist eine Gespensterdiskussion

Osnabrück (ots) - EVP-Fraktionschef: EU-Rauswurf Ungarns ist eine Gespensterdiskussion

Weber: Das schürt Europaverdrossenheit

Osnabrück. Für den Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), steht ein Rauswurf Ungarns aus der EU überhaupt nicht zur Debatte. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte Weber, dies sei "eine unsinnige Gespensterdiskussion". Der CSU-Politiker fügte hinzu: "Ungarn ist Mitglied der Europäischen Union und wird es bleiben." Luxemburgs sozialdemokratischer Außenminister Jean Asselborn hatte verlangt, Ungarn wegen seiner restriktiven Flüchtlingspolitik aus der EU auszuschließen. Weber warf Asselborn vor, mit solchen Äußerungen der EU zu schaden. Der Fraktionschef sagte: "Genau solche Forderungen führen zu Europaverdrossenheit und neuen Spaltungen in Europa. Damit muss Schluss sein."

Am Freitag treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Bratislava, ein wichtiges Thema ist dort die Flüchtlingspolitik. Weber mahnte: "Von dieser Woche muss das Signal der Einigkeit zwischen den EU-Staaten ausgehen." Natürlich müsse Europa darauf achten, dass alle EU-Staaten Grundwerte achten und durchsetzen würden. Weber verteidigte die Regierung des rechtskonservativen Viktor Orban: "Ungarn hat alle Vorschläge dazu aus Brüssel immer umgesetzt." Dagegen machten ihm Entwicklungen in Polen große Sorge, wo die Regierung derzeit den Rechtsstaat aushöhle.

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