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NOZ: NOZ: Topmodel Papis Loveday nahm ersten Job nur wegen des Geldes an

Osnabrück (ots) - Topmodel Papis Loveday nahm ersten Job nur wegen des Geldes an

Designer findet sich selbst nicht schön - Als Muse für John Galliano war er vor allem mit Nichtstun beschäftigt

Osnabrück. Nur wegen des Geldes hat Topmodel Papis Loveday seinen ersten Job in der Modebranche angenommen. "Ich habe das Angebot der Mailänder Agentur erst einmal nicht ernst genommen", sagte der 39-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Am Ende habe ihn aber ein nicht unwichtiges Detail überzeugt: "Ich habe ungefähr 40.000 Euro für drei Tage Arbeit bekommen. Ich habe es wegen des Geldes gemacht." Heute gilt er als das erfolgreichste dunkelhäutige Männermodel der Welt.

Eigentlich wollte der Senegalese Papis Loveday Profi-Leichtathlet werden. Doch eine Verletzung und ein Fotograf, der seine Bilder an die Agentur schickte, brachten ihn über Umwege in die Modelbranche.

Loveday, der heute als Designer arbeitet, empfindet sich selbst nicht schön. Schon in der Schule drückte er sich vor Schönheitswettbewerben: "Alle meine Mitschüler fanden den Wettbewerb toll und wollten mich dafür vorschlagen. Aber ich bin erst um ein Uhr nachts auf der Party aufgeschlagen, wenn das schönste Paar des Abends bereits gekürt war. Das hat mich nie interessiert", so der Wahl-Münchner.

Für Designer wie John Galliano arbeitete Papis Loveday als Muse - ein Job, der seinen Worten zufolge meistens sehr einfach gewesen war: "Drei Tage vor den Schauen war es immer sehr anstrengend, weil ich alles anprobieren musste. Ansonsten war ich als Muse auch viel mit Nichtstun beschäftigt. Es ist alles andere als anstrengend, es ist sehr schön", erzählt das Model, das mit 25 Geschwistern und Halbgeschwistern aufgewachsen ist. "Schwierig wird es nur, wenn der Designer eine Blockade hat. Dann heißt es abwarten und wieder nichts tun."

Insgesamt habe der Job sein Selbstbewusstsein gefördert, auch wenn er immer noch sehr kritisch mit seinem Aussehen umgehe, fuhr Papis Loveday fort "Ich fand es auch schwierig, mich auf den ganzen Plakaten und Zeitschriften zu sehen. Ich mag meine Fotos nicht."

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