Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: NOZ: Gewerkschaft NGG kritisiert Mindestlohn-Urteil des Bundesarbeitsgerichts scharf

Osnabrück (ots) - Gewerkschaft NGG: Mindestlohn auf über neun Euro erhöhen

Vorsitzende kritisiert Bundesarbeitsgericht: Urteil kommt Zehntausende teuer zustehen

Osnabrück. Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Anrechnung von Sonderzahlungen auf den Mindestlohn fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine spürbare Aufstockung der Lohnuntergrenze. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger: "Dieses Urteil wird Zehntausende Geringverdiener teuer zu stehen kommen. Umso wichtiger ist jetzt, dass der Mindestlohn auf über neun Euro angehoben wird." Mit der Entscheidung der Erfurter Richter sei eine Umgehungsstrategie der Lohnuntergrenze höchstrichterlich gebilligt worden. "Dieses Urteil ist nicht im Sinne der Erfinder des Mindestlohns", so Rosenberger.

Das Bundesarbeitsgericht hatte am Mittwoch entschieden, dass Arbeitgeber Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld auf den Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro pro Stunde anrechnen können. Rosenberger forderte die Bundesregierung auf, dass Mindestlohngesetz nachzubessern. "Mindestlohn und Sonderzahlung gehören getrennt", sagte die Gewerkschaftschefin.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Osnabrücker Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: