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NOZ: Interview Medien mit Annette Frier, Schauspielerin

Osnabrück (ots) - Annette Frier: Dösen ist das Allerschönste

Schauspielerin bekennt sich zum gelegentlichen Abschalten und führt ein Traumtagebuch

Osnabrück.- Auch wenn Annette Frier als Schauspielerin, Komödiantin und Mutter von Zwillingen ein überwiegend turbulentes Leben führt, bekennt sie sich dazu, gerne und regelmäßig abzuschalten: "Dösen ist für mich das Allerschönste", sagte die 41-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Wenn ich mal einen Tag habe, an dem nichts zu tun ist, morgens wach werde, mich noch mal umdrehe und eine Dreiviertelstunde in so einem halb wachen Zustand bin, ohne Planungen, ohne Sorgen - das finde ich grandios", fügte Frier hinzu. Nichts sei besser als das. "Sobald ich mal Zeit habe, nichts machen muss und keiner was von mir will, kann ich sofort darin versinken. In Urlauben kann ich gut abdriften, dann bin ich nur sehr schwer ansprechbar. Auch wenn ich lese, braucht man mich überhaupt nicht anzusprechen, das hat meine Familie schon aufgegeben." Auch Träumen findet die Schauspielerin "super" und führt deshalb seit Jahren ein Traumtagebuch. Dabei geht es in ihren Träumen regelmäßig ziemlich dramatisch zu: "Bei mir spielt sich viel auf Dächern ab. Meistens muss ich irgendwohin, weil ich vor jemandem auf der Flucht bin. Ich habe dann Siebenmeilenstiefel, aber immer auch die Angst, dass ich abstürze, wenn ich von einem Dach aufs andere springe."

Kritik äußerte die Kölnerin an der Entscheidung, beim Rosenmontagszug in der Domstadt auf einem Motivwagen zu "Charlie Hebdo" zu verzichten: "Da haben sich die Kölner wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Mich hat es sehr geärgert, dass man sich nicht klar dazu bekannt hat. Gerade der Karneval bietet doch die Möglichkeit, ganz klar Stellung zu beziehen. Normalerweise hat der Karneval die Botschaft ,Alles geht', deshalb hat mich dieser Rückzieher so enttäuscht. Das hat man in Düsseldorf beim Rosenmontagszug wesentlich mutiger umgesetzt als in Köln." Gerade in Zeiten terroristischer Bedrohungen erwarte sie klare Gegenpositionen, betonte Frier: "Eine Gesellschaft darf nicht mit Angst auf so etwas reagieren. Das ist eine Errungenschaft der Aufklärung, der Demokratie und von allem, was wir an Werten hochhalten. Da muss man dann auch Farbe bekennen."

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