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NOZ: Nachricht zur Tierwohl-Initiative

Osnabrück (ots) - EU-Kommission prüft: Verstößt Tierwohl-Initiative gegen europäisches Recht?

Dänische und niederländischen Schweinehalter fühlen sich diskriminiert

Osnabrück.- Die Europäische Kommission prüft, ob die deutsche Tierwohl-Initiative von Landwirtschaft und Handel gegen EU-Recht verstößt. Eine Kommissionssprecherin bestätigte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) den Eingang eines Beschwerdeschreibens dänischer und niederländischer Schweinehalter. In dem Brief an Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager beklagen die beiden Spitzenverbände eine Diskriminierung, weil sie in der Anfangsphase nicht an der deutschen Initiative teilnehmen dürfen. Die Beschwerde werde geprüft. Wie lange dies dauere, sei offen, sagte die Sprecherin.

Bei der gemeinsamen Initiative von Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Handel sollen Geflügel- und Schweinehalter einen finanziellen Ausgleich für bessere Haltungsbedingungen in den Ställen bekommen. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der "Initiative Tierwohl" sagte: "Wir haben die Beschwerde zur Kenntnis genommen." Er bestätigt, dass ausländische Produzenten in der Anlaufphase der Initiative von der Teilnahme ausgeschlossen seien. "Für den Start haben wir uns auf den deutschen Markt konzentriert." Später sollen dann aber auch Fleischproduzenten außerhalb der Bundesrepublik teilnehmen können. Wann das der Fall sein soll, konnte Hinrichs noch nicht sagen.

Nach Aussage des Geschäftsführers können sich deutsche Landwirte ab April für eine Teilnahme an der Initiative bewerben. Das erste Fleisch könnte dann ab Spätsommer oder Herbst in den Supermärkten zu kaufen sein.

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