Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Gespräch mit Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte-und Gemeindebunds

Osnabrück (ots) - Städte-und Gemeindebund: Wir brauchen schärfere Flüchtlingspolitik

Landsberg: Schnellere Abschiebung in sichere Herkunftsländer muss möglich sein - Marschallplan Flüchtlingshilfe nötig

Osnabrück. Der Deutsche Städte-und Gemeindebund hat in der Debatte um eine Reform der Flüchtlingspolitik an den Bundesrat appelliert, an diesem Freitag dem Gesetz zur Einstufung von Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als sichere Herkunftsstaaten zuzustimmen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag) erklärte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg: "Wir müssen den wirklich Verfolgten helfen, deshalb muss die schnellere Abschiebung in sichere Herkunftsländer möglich sein." Die Kommunen drohten bei der Aufnahme von Flüchtlingen überfordert zu werden. "Diese Gefahr besteht, weil die Zahlen rapide ansteigen", sagte Landsberg. In diesem Jahr seien über 200.000 Asylanträge zu erwarten. 2013 seien es noch 127 023 Anträge gewesen. Hinzu kämen die sogenannten Kontingentflüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten wie Syrien und dem Irak. Landsberg forderte von Bund, Ländern und Kommunen einen Marschallplan Flüchtlingshilfe, damit Deutschland auf die Herausforderungen der nächsten Jahren vorbereitet sei. Nötig seien unter anderem zusätzliche zentrale Aufnahmeeinrichtungen, um die Flüchtlingsströme zu steuern. Deutschland allein kann nach Ansicht des Städte-und Gemeindebundes nicht alle Flüchtlingsprobleme lösen. Notwendig sei eine gemeinsame europäische und Asyl- und Bürgerkriegsflüchtlingspolitik.

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