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Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands.

Osnabrück (ots) - Bauern warnen vor Mindestlohn

DBV-Präsident Rukwied kündigt Widerstand "bis zum Ende" an

Osnabrück.- Zum Ablauf der Spargelsaison am 24. Juni hat der Deutsche Bauernverband (DBV) angekündigt, dass das Stangengemüse künftig nicht mehr so günstig zu haben sein dürfte wie in diesem Jahr. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied, sollte der geplante Mindestlohn von 8,50 Euro auch für die rund 300.000 Erntehelfer in der deutschen Landwirtschaft gelten, würde das Erdbeeren, Wein oder aber Spargel um 20 bis 30 Prozent verteuern. Daher bekräftigte der Verband seine Forderung nach Mindestlohn-Ausnahmen für Erntehelfer. "Dafür werden wir bis zum Schluss kämpfen", kündigte der Bauern-Präsident an. Er verwies darauf, dass die Löhne bereits heute einen Anteil von etwa 60 bis 80 Prozent an den Gesamtproduktionskosten von Obst und Gemüse hätten. Höhere Lohnkosten müssten direkt an die Verbraucher weitergegeben werden. Rukwied warnte vor einer Abwanderung der Obst- und Gemüseproduktion ins Ausland. "Im Zweifelsfall werden wir dann künftig verstärkt Erdbeeren aus Spanien, Obst aus Polen oder Gurken aus Rumänien im Supermarkt finden", sagte Rukwied der Neuen OZ".

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