Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags.

Osnabrück (ots) - Städtetag mahnt Gewerkschaften: Ernsthaft verhandeln

Appell vor Tarifrunde im Öffentlichen Dienst - "Forderungen können Kommunen nicht stemmen"

Osnabrück.- Unmittelbar vor dem Auftakt der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst hat der Deutsche Städtetag die Gewerkschaften aufgefordert, die Kommunen nicht zu überfordern. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) plädierte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus für "sachgerechte und ernsthafte" Verhandlungen. Er äußerte Verständnis für den Wunsch der Beschäftigten in Bund und Kommunen nach angemessenen Entgelterhöhungen. Doch die vorgelegte Gewerkschaftsforderung nach 100 Euro Sockelbetrag für alle Beschäftigten plus 3,5 Prozent zusätzlicher Steigerung belaufe sich auf ein Volumen von etwa sechs Milliarden Euro. "Das können die Kommunen nicht stemmen", erklärte Articus. Bei den Verhandlungen um Lohnerhöhungen müsse die schwierige Haushaltslage vieler Städte zwingend berücksichtigt werden. Die im vergangenen Jahr erneut angestiegenen Kassenkredite von fast 50 Milliarden Euro zeigten, mit welchen Lasten viele Kommunen kämpfen. Daran hätten auch insgesamt steigende Steuereinnahmen und nachhaltige Konsolidierung bisher wenig ändern können. "Vor allem in strukturschwachen Regionen sind viele Städte mit hohen Defiziten und weiter steigenden Sozialausgaben belastet", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Er verwies zugleich darauf, dass die Kommunen attraktive Arbeitgeber seien, die sichere Arbeitsplätze und in der Regel eine gute Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie gewährleisteten.

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