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Neue OZ: Kommentar zu Theater
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Osnabrück (ots) - Ein bitterer Schlag

Was für eine Karriere, und was für ein Schlag nun, auch für die Theaterwelt. Sebastian Hartmann zählt zu den ganz Großen im deutschsprachigen Theater. Es gehört schließlich zu den höchsten Weihen, Intendant des Wiener Burgtheaters zu werden. Der gebürtige Osnabrücker Hartmann führte schon 2000 bis 2005 das Bochumer Schauspielhaus zu altem Glanz zurück und übernahm anschließend die Intendanz des Schauspielhauses Zürich. Er ist ein kluger Kopf, glänzender Rhetoriker und profunder Theaterkenner, der selbst einen schwierigen Autor wie Botho Strauß intelligent und spielerisch leicht in Szene zu setzen weiß.

Nun ist so einer vom Burgtheater-Thron gestoßen worden, das ist bitter. Was genau ihm im Finanzskandal angelastet werden kann, ist noch unklar. Hoffentlich erschallt nun nicht wieder der Ruf, Geschäftsführung und künstlerische Theaterleitung prinzipiell voneinander zu trennen. Kunst muss vom Fachmann geplant und verantwortet werden. Unzählige Intendanten schaffen das schließlich glänzend.

Christine Adam

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