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Neue OZ: Kommentar zu Deutschland
Frankreich

Osnabrück (ots) - Ziemlich beste Freunde

So begegnen sich nur wirklich gute Freunde. Nachdem Deutsche und Franzosen zwischenzeitlich miteinander gefremdelt hatten, sind sie sich wieder nähergekommen und drängen nun gemeinsam vorwärts. Das hat nicht nur damit zu tun, dass in Deutschland jetzt Sozialdemokraten mitregieren, was den Sozialisten in Paris natürlich gefällt. Für Entspannung hat auch Präsident François Hollande mit seiner Kurskorrektur in der Wirtschaftspolitik gesorgt. Der Sozialist befürwortet neuerdings eine angebotsorientierte Politik und will Unternehmenssteuern und Staatsausgaben senken, sehr zur Freude der Bundesregierung.

Auf diesem Boden gedeihen jetzt weitere gemeinsame Projekte, so der Vorstoß zur Angleichung der Unternehmenssteuern in der EU und das Eintreten für eine Finanztransaktionssteuer. In seiner Bedeutung nicht zu unterschätzen ist auch der Einsatz der deutsch-französischen Brigade in Mali. Deutschland kommt damit Forderungen der Partnerstaaten nach, international mehr sicherheitspolitische Verantwortung zu übernehmen. Dass Deutsche und Franzosen dabei Seite an Seite stehen, ist ein Signal fester Partnerschaft, das weit über den aktuellen Einsatz hinausweist. Abgerundet wird das Bild der Eintracht durch die Einladung der Bundeskanzlerin zu den Gedenkfeiern 70 Jahre nach der Landung der alliierten Truppen in der Normandie. Dies ist ein quasi nicht mehr zu überbietender Beweis der Freundschaft.

Uwe Westdörp

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