Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Familie
Väter

Osnabrück (ots) - Umdenken, umsteuern

Es ist nun wahrlich keine neue Erkenntnis, dass Kindererziehung nicht mehr nur Frauensache ist. Dass das Geldverdienen umgekehrt nicht nur Männersache sein muss, folgt daraus augenscheinlich aber noch nicht. Moderne Väter setzt das offenbar zunehmend unter Druck, wie eine Studie im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" ergeben hat. Die Vaterrolle hat demnach für viele Männer an Bedeutung gewonnen, während sie sich aber nicht weniger für den Unterhalt der Familie verantwortlich fühlen.

Kinder hier, Karriere dort - berufstätige Mütter kennen das Dilemma bestens. Die Emanzipation der Frau am Arbeitsmarkt findet, so scheint es, ihre Entsprechung in der Emanzipation des Mannes in der Familie. Das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass verkrustete Rollenbilder überwunden werden. Doch Gleichberechtigung kann nicht nur heißen, dass Frauen so viel verdienen wie Männer und ihnen die gleichen Möglichkeiten im Job offenstehen. Männern wie Frauen muss zugleich eine Auszeit möglich sein, ohne dass sie um ihre Karriere fürchten müssen.

Nun lässt sich trefflich lamentieren, wie schwer die Politik sich damit tut, die Rahmenbedingungen zu ändern. Doch bevor umgesteuert werden kann, muss umgedacht werden - in allen Teilen der Gesellschaft. Etwa durch flexible Arbeitszeiten, betriebliche Kinderbetreuung oder Aufstiegschancen trotz Elternzeit. Davon profitierten Väter, Mütter - und Kinder.

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