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Osnabrück (ots)

Die Entzauberung

Apple galt lange als unfehlbar. Der Computerkonzern dominierte die Konkurrenz, strahlte am Aktienmarkt und verzückte seine Kunden. Quartal für Quartal fuhr das bis vor Kurzem noch wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt satte Gewinne ein, weil Käufer den Apple-Entwicklern ihre neuesten Produkte aus den Händen rissen, als handele es sich dabei um in Aluminium-Glas-Körper eingeschweißtes Seelenheil. Doch Apples Entzauberung hat längst begonnen, und das nicht erst, seitdem Ende Januar Milliarden-Verluste im Aktienhandel Verunsicherungen der Anleger offenbarten. Im Mobilfunkmarkt kämpft der Konzern gegen Samsung um die globale Vorherrschaft. Jüngst konnte Apple zwar einen Etappensieg verbuchen. Aber wie lange reicht der Atem? Technisch sind die Smartphones der Koreaner den iPhones ebenbürtig. In anderen Geschäftsfeldern ist die Bilanz ebenfalls nicht makellos: Die Mac-Verkäufe brachen zuletzt um ein Fünftel ein.

Hinzu kommt, dass Fernsehbilder mit Apples Saubermann-Image brechen: Sie zeigen Zulieferbetriebe in China, deren Arbeiter in fensterlosen Achtbettzimmern unterkommen und Zwölf-Stunden-Schichten schieben. Man muss sich nichts vormachen: Kein IT-Weltkonzern lässt anders produzieren. Dass jedoch immer öfter diese Seite von Apple gezeigt wird, heißt nichts anderes als: Aus dem einstigen Wunderkind wird langsam, aber sicher ein sehr normales Hightech-Unternehmen.

Meike Baars

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