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Neue OZ: Kommentar zu USA/Europa/Sicherheitskonferenz in München

Osnabrück (ots)

Europas Unfähigkeit

Die USA wollen raus aus ihrer Rolle des Weltpolizisten, in der sie ohnehin eher widerwillig stecken - nicht zuletzt wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001.

Das würde US-Vizepräsident Joe Biden seinen europäischen Partnern auf der Münchner Sicherheitskonferenz öffentlich nie so deutlich sagen. Doch Washington ist es schon lange leid, für Europas Sicherheit zu zahlen, um im Gegenzug bestenfalls kluge Ratschläge erteilt zu bekommen - vom unterschwelligen Anti-Amerikanismus ganz zu schweigen.

Die USA werden sich wieder mit sich selbst beschäftigen, was wahrlich kein Novum in der Geschichte ist. Die schwächelnde Industrie und der gigantische Schuldenberg erzwingen eine Grunderneuerung, wenn die USA ihren Wohlstand beibehalten wollen. Präsident Barack Obama holt deshalb die Truppen aus Afghanistan zurück und kürzt den Verteidigungsetat. Er setzt im Anti-Terror-Kampf auf Drohnen, nicht auf Heere. Zudem machen sich die Staaten von Öllieferungen aus Nahost unabhängig, indem sie eigene Rohstoffvorkommen abbauen.

Und die Europäer? Sie erweisen sich weiter als unfähig, eine gemeinsame Sicherheitspolitik zu verfolgen. Das könnte sich schon rächen, wenn die Konflikte in Nordafrika eskalieren sollten. So birgt allein der Mali-Krieg enorme Risiken. Deutschland muss lernen, dass es sich die Neutralität einer Schweiz nicht leisten kann.

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