Neue OZ: Kommentar zu Energiewende / Stromautobahnen / Gebäudesanierung

Osnabrück (ots) - Noch viel zu tun

Harmonisch zeigten sich gestern Umweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler, als sie über die Energiewende sprachen. Die Einigkeit der Ressortchefs ist dringend nötig, ein Streit um Zuständigkeiten unproduktiv.

Anderthalb Jahre nach der Stilllegung von acht Atomkraftwerken zeigt sich: Die Anstrengungen zur Energiewende haben zu vielen Fortschritten geführt. Dennoch haben beide Minister noch etliche Aufgaben zu erledigen.

So müssen sie dafür sorgen, dass sich Wind- und Solarstrom ohne Zuschüsse tragen. Das System der Subventionen gehört dringend und grundlegend geprüft, auch wenn Kürzungen unpopulär sind und zu Protesten führen werden.

Zu langsam läuft der Ausbau der Stromnetze, der Transportnetze wie der Verteilnetze, damit Wind- und Sonnenenergie sowie Biogas weitergeleitet werden können. Mehr Tempo ist auch beim Ausbau von Offshore-Anlagen nötig. Mehr passieren muss aber vor allem beim Energiesparen. Nur so ist das ehrgeizige Ziel von minus 20 Prozent im Vergleich zu 2008 bis 2020 zu schaffen.

Dabei ist es sinnvoll, viel Geld in Gebäudesanierung zu pumpen, damit veraltete Heizungen und undichte Fenster ersetzt werden. Das senkt zugleich Energiekosten, die durchs Heizen stark gestiegen sind. Sozialtarife wegen der erhöhten Strompreise helfen dagegen nicht. Sie könnten dazu verleiten, beim Energiesparen nachzulassen.

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