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Neue OZ: Kommentar zu Islam
Proteste

Osnabrück (ots)

Hohe Bedrohung

Wird Deutschland wegen des islamfeindlichen Videos aus den USA verstärkt zur Projektionsfläche von Wut, Hass und Fanatismus? Die Frage ist berechtigt. Denn Islamisten haben bereits die deutsche Botschaft im Sudan erstürmt. Tatsächlich aber ändert sich auch nach dem Aufruf zu Mordanschlägen in der Bundesrepublik nichts an der Bedrohungslage hierzulande: Diese bleibt vage, abstrakt, und dennoch hoch. Das Bundeskriminalamt konnte aus dem Drohschreiben keine konkreten Attentatspläne ableiten; gleichwohl ist Deutschland längst potenzielles Ziel eines Terroranschlags.

Eindeutig zeigt der Aufruf aber, dass das Video und veröffentlichte Mohammed-Karikaturen einmal mehr als vorgeschobene Rechtfertigung für Aufrufe zu Gewalt und Straftaten herhalten müssen. Wenn es nach Abu Assad, dem Verfasser der Hetze, ginge, könnte die Opferzahl gar nicht hoch genug ausfallen: Er hat es nicht nur auf einen Schauspieler im Video abgesehen, der angeblich aus Deutschland kommt. Auch die Meinungsfreiheit verteidigenden Politiker und allzu liberale Bürger sähe er am liebsten ausgelöscht. Nun ist ein besonnener Umgang mit dem Mordaufruf erforderlich. Die Gesellschaft sollte die Gefahr ernst nehmen. Die Bundesregierung sollte weiter das Video genauso wie das Anstacheln zu Gewaltexzessen verurteilen. Assads Festnahme wäre zudem dringend geboten.

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