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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Hapag-Lloyd

Osnabrück (ots) - Dem Einstieg muss der Ausstieg folgen

So viel Staat wie nötig, so wenig wie möglich, frei nach Ludwig Erhards Vorstellung von sozialer Marktwirtschaft: Das gilt heute ambivalent für die Stadt Hamburg als Investor bei der Traditionsreederei Hapag-Lloyd und morgen in ihrer Rolle als Eigentümerin, die sich schnell wieder von den Anteilen trennen sollte. Aus Hamburger Sicht hat Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) richtig gehandelt und die zum Verkauf stehenden Anteile im Verbund mit Klaus-Michael Kühne, Mehrheitseigner des weltgrößten Seefrachtspediteurs Kühne + Nagel, langfristig an der Elbe gebunden. Das sichert der Hansestadt Steuereinnahmen und Arbeitsplätze.

Nach der berechtigten Standortsicherung muss der Hamburger Senat auch grundsätzlich das Wachstum der ansässigen Firmen im Auge haben. Ohne Wachstum, auch über die Grenzen Hamburgs hinaus, wird sich kein Unternehmen auf Dauer auf dem Weltmarkt behaupten können. Für Wachstum bei Hapag-Lloyd steht Klaus-Michael Kühne, der seine Position als Logistiker gestärkt hat. Sein Konzern besitzt zwar keine eigenen Containerschiffe.

Zukünftig kann er sich aber über den gestiegenen Einfluss bei Hapag-Lloyd Wettbewerbsvorteile bei Frachtraten und Schiffskapazitäten verschaffen. An dem Unternehmer liegt es vor allem, die gute Weltmarktposition Hapag-Lloyds auszubauen, auch zu seinem eigenen Nutzen. Nur eine wachsende Hapag-Lloyd sichert ihm auf Dauer diese Vorteile.

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