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Neue OZ: Kommentar zu Koalition
Parteien

Osnabrück (ots) - Noch offene Türen

Einen Tag nach der plötzlichen Scheidung in Hamburg äußern sich mehrere realpolitische Bundespolitiker der Grünen vorsichtig zu einer künftigen Koalition mit der CDU. Inhaltlich sind beide Parteien auseinandergedriftet, auch weil Christdemokraten und Grüne, jeder auf seine Art, gerade im Bund ihr Profil geschärft haben. Und an der Basis der Grünen in Hamburg dürften viele aufatmen - musste die Partei doch etliche Kröten schlucken.

Doch wenn Renate Künast sagt, dass sie nicht alle Türen zuschlagen will, hat die Fraktionschefin einen guten Grund dafür: Im kommenden Jahr gibt es in Deutschland voraussichtlich sieben Landtagswahlen. Und in einem Fünf-Parteien-System wird es für alle komplizierter als früher, Mehrheiten zu beschaffen.

Bestes Beispiel ist das Land Berlin, wo Künast sich für die Grünen um das Amt der Regierenden Bürgermeisterin bewirbt. Ein "Nie wieder mit der CDU" würde bedeuten, dass die Öko-Partei einen denkbaren und 2011 womöglich zwingend benötigten Bündnispartner weniger hätte.

Anders als in Berlin ist die Situation in Hamburg. In der Hansestadt freut sich vor allem die SPD. Die Chancen stehen gut, dass die Sozialdemokraten wieder den Ersten Bürgermeister stellen. In diesem Fall wären die Grünen zweifellos der kleinere Partner. Nicht überall ist diese Reihenfolge inzwischen noch sicher.

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